165.000 Euro vom Land NRW für Sanierungs- und Umbaumaßnahmen in der Hubertushalle

von Tobias Schulte

Die Schützenbruderschaft St. Hubertus Niederense erhält knapp 165.000 Euro aus dem Förderprogramm Dorferneuerung 2021 des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBG NRW). Der entsprechende Zuwendungsbescheid ging kürzlich beim ehemaligen Brudermeister Reinhold Schwane ein. Reinhold Schwane reichte den Bescheid an den neuen Brudermeister Andreas Kaufmann weiter. Bei der Generalversammlung am 02.07.2021 unterrichtete der Vorstand erstmalig seine Mitglieder über die Förderung.

Das landesweite Programm fördert unter anderem die Erhaltung dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen in ländlichen Räumen. „Wir haben innerhalb des Vorstandes einen Arbeitskreis gebildet, der sich ausführlich mit dem Förderprogramm beschäftigt hat.“, so Kaufmann. „Kernaufgabe war dann zu prüfen, welche Maßnahmen in der Hubertushalle erforderlich sind und gleichzeitig mit den Förderrichtlinien in Einklang stehen“. Im September 2020 konnte dann fristgerecht ein entsprechender Antrag eingereicht werden. Über die Gemeinde Ense ging der weit über 200 Seiten „dicke“ Antrag zur Bezirksregierung Arnsberg, die wiederum den Antrag auf Vollständigkeit geprüft und an das MHKBG NRW zur Entscheidung weitergeleitet hat. „Die Freude war riesig, als wir erfahren haben, dass unsere Hubertushalle in die Projekte, die gefördert werden, aufgenommen wurde.“, so ein glücklicher Brudermeister.

Ein großer Dank gilt dem Enser Landtagsabgeordneten Heinrich Frieling, der die Niederenser Schützen auf den Fördertopf aufmerksam gemacht und sich im Laufe des Verfahrens stetig nach dem aktuellen Stand erkundigt hatte. Bei einem aktuellen Ortstermin zeigten Vertreter des Vorstandes dem heimischen CDU-Politiker vor Ort die Bereiche, in denen die Fördermittel fließen sollen.

Die Gesamtkosten der Maßnahmen belaufen sich auf ca. 250.000 Euro netto. Die Schützenbruderschaft erhält somit 65 % der Kosten als Zuwendung. Der Eigenanteil des Vereins liegt bei ca. 90.000 Euro. Ein Großteil der Kosten soll in die Sanierung des Daches der Hubertushalle fließen. Außerdem soll der Speiseraum saniert werden. Durch den Umbau der ehemaligen Küche in Sanitäranlagen sowie die Errichtung eines separaten Eingangs kann die Hubertushalle in Zukunft doppelt vermietet werden. „Durch diese Umbaumaßnahmen entstehen ganz neue Vermietungsmöglichkeiten.“, so Andreas Langesberg vom Arbeitskreis Hubertushalle. Im vierten Schritt soll auch das Foyer modernisiert werden. „Wir freuen uns, dass sich die Zeit, die wir in die Antragsstellung investiert haben, gelohnt hat. Die große Arbeit beginnt jedoch erst jetzt.“

Durch die Möhne-Katastrophe wurde 1943 der Bereich des Heuerwerths komplett zerstört. 1956 begann die Schützenbruderschaft mit dem Bau einer neuen Halle, die im Juli 1957 eingeweiht wurde. Durch stetige Anbau- und Renovierungsarbeiten konnte die Halle über viele Jahre im guten Zustand gehalten werden.

„Die Hubertushalle ist ein Ort der Gemeinschaft und ist seit vielen Generationen Anlaufpunkt unserer Mitglieder, den Ortsvereinen und den Niederenser Einwohnerinnen und Einwohner.“ so Andreas Langesberg.

Brudermeister Andreas Kaufmann weist abschließend darauf hin, dass in drei Jahren das 200-jährige Bestehen der Schützenbruderschaft gefeiert werden soll – dann in einer „neuen“ Hubertushalle.

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